Sonntag, Februar 26, 2006

Oscars 2006 - Das Rennen ist eröffnet V

Bester Hauptdarsteller:

Oscars-Wahl:Philip Seymour Hoffman für Capote (2005)
Meine Wahl: Terrence Howard für Hustle & Flow (2005)
Heath Ledger für Brokeback Mountain (2005)
Joaquin Phoenix für Walk the Line (2005)
David Strathairn für Good Night, and Good Luck. (2005)

Alles läuft bei den männlichen Diven aus ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Philip Seymour Hoffman und Joaquin Phoenix hinaus. Das letzterer eine amerikansiche Legende verkörpert, von allen bewundert und geliebt, dürfte ihm vielleicht osgar einen kleinen Vorteil verschaffen. Außerdem spielt er wirklich groß auf, singt sogar selber (täuschend echt seine tiefe Stimmlage) und liefert sich im Duell mit Reese Witherspoon starke Gefühlsmomente, die die Academy einfach liebt. Ich würde es ihm gönnen. Für Philip Seymour Hoffman sprechen die Siege bei der Screen Actors Guild, die traditionell auch die größte Fraktion der Oscar-Wähler stellt. Was ich bisher aus "Capote" gesehen haben, zeigt wie verblüffend das "Chamäleon" Hoffman den exzentrischen Capote imitiert, ihn eigentlich lebt. Alleine schon dieser arrogante Gestus und seine fieselnde hohe Stimme. Letztlich könnte er auf der Ziellinie an Phoenix vorbeiziehen, wenn die Jury nicht das Homosexuellen-Thema scheut. Meine Wahl fiele allerdings auf Terrence Howard für seinen Auftritt als zweifelnder Pimp in "Hustle & Flow", ein Film wie ein einzig langer Rap, der sich von Szene zu Szene treiben lässt und dabei wunderbare Momente am Fließband aus dem Ärmel schüttelt. Selbst einem Rap-Hasser wird der Sound in "H&F" gefallen und daran hat Terrence Howard einen großen Anteil. Go with the flow, man!

Beste Hauptdarstellerin:

Judi Dench für Mrs. Henderson Presents (2005)
Felicity Huffman für Transamerica (2005)
Keira Knightley für Pride & Prejudice (2005)
Charlize Theron für North Country (2005)
Oscars-Wahl: Reese Witherspoon für Walk the Line (2005)

Mehr als vorentscheiden ist dagegen, wer am 5. März einen Oscar als beste Hauptdarstellerin mit nach Hause nehmen wird. "Darling" Reese Witherspoon ist die perfekte June Carter und gibt damit die beste Leistung ihrer Karriere ab. Und gegen den schon starken Phoenix kommt sie auch an, was nur wenigen Schauspielerinnen gelungen wäre. Felicity Huffman hat das Pech in einem zu kleinem Film mitzuspielen, die große PR-Maschine läuft für "Walk the Line", "Transamerica" muss sich da hinten anstellen. Charlize Theron kann zufrieden sein, überhaupt nominiert worden zu sein. Hollywood sieht es halt gern, wenn sich eine Schönheit gerne für eine Rolle hässlich macht. Ich henthalte mich hier mit einem persönlichen Votum, habe ich doch nur einen der nomminierten Filme ("Walk the Line") gesehen.

1 Comments:

Blogger Vengeance said...

Du, ich glaube wenn jemand die Chance hat Seymour Hoffman den Oscar weg zunehmen dann ist es Heath Ledger und nicht Phoenix, glaub mir *g*

Ich bin wirklich gespannt, könnte ein Skandal werden.

Februar 27, 2006 8:18 nachm.  

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