Mittwoch, Februar 28, 2007

Die Brücke nach Terabithia & The Good German


Die Brücke nach Terabithia

USA 2007

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Was nach dem Trailer noch ein weiteres stumpfes und steriles Fantasy-Märchen im Narnia-Stil erwarten ließ, ist tatsächlich eine aufrichtige und angenehm vielschichtige Auseinandersetzung mit der kindlichen Gefühlswelt. Dabei blendet der Film auch schwierige Aspekte des Erwachsenwerdens nicht aus. Die Action und Fantasy-Anleihen - beide Punkte zählen zu den wenigen nicht wirklich überzeugenden Elementen von Gabor Csupos familienkompatiblen Kinostück - werden zugunsten einer klassischen Coming-of-Age-Dramaturgie weitestgehend zurückgedrängt. Dass Terabithia einfach gut unterhält, liegt nicht zuletzt an den beiden charismatischen Jungschauspielern Josh Hutcherson und AnnaSophia Robb. Meine ausführliche Besprechung lässt sich auf Critic.de nachlesen.




The Good German

USA 2006

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Es wundert nicht, dass Steven Soderbergh mit seinem im Casablanca-Stil gehaltenen extravagnaten Nach-Weltkriegs-Experiment bei vielen Kritikern aneckte. Dabei wollte er sich gar nicht auf eine Stufe mit Curtiz & Co. stellen. Ihm ging es darum, die damalige Technik und das Film Noir-Design der 40er Jahre für eine bis heute hochbrisante und aktuelle moralische wie politische Diskussion zu nutzen. The Good German erzählt von einem Pakt mit dem Teufel, der von allen Beteiligten hohe Opfer verlangt. Auf evolver gibt es den ganzen Text.

1 Comments:

Blogger Mr. Vincent Vega said...

"Dabei wollte er sich gar nicht auf eine Stufe mit Curtiz & Co. stellen. Ihm ging es darum, die damalige Technik und das Film Noir-Design der 40er Jahre für eine bis heute hochbrisante und aktuelle moralische wie politische Diskussion zu nutzen." - Aber wo ist die Diskussion? Ich finde Soderbergh führt uns hier ganz schön an der Nase herum, in Interviews gibt er sich als der coole Hund, aber hinter seiner abgeklärten Pose verbirgt sich meines Erachtens nicht sehr viel. Der Film wurde hier auf der Berlinale ja komplett auseinandergenommen. In der Variety habe ich die treffendste Kritik gelesen. Dort analysierte ein Filmhistoriker "The Good German" und stellte fest, dass Soderbergh stilistisch gar nicht die 40er, sondern 60er aufgreift und die Kameraarbeit katastrophal sei. Was zumindest mir auffiel ist, dass der Film vor allem keinerlei Herz und Gefühl aufweist - und deshalb auch nichts mit großen Klassikern wie Wilders "A Foreign Affair" zu tun hat. Finde das alles nur übermütig und peinlich.

PS: Deine Kritik habe ich trotzdem gern gelesen.

März 01, 2007 1:49 nachm.  

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