Donnerstag, Dezember 25, 2008

Das Jahr im Kino - Meine Top 10 des Jahres 2008


Brügge sehen…und sterben?
Der britische Gangster-Film hat mehr als Guy Ritchie zu bieten. Regisseur und Autor Martin McDonough beweist, dass selbst dieses Genre noch Überraschungen bereit hält. Seine intelligente Profikiller-Therapiestunde vor malerischer Kulisse zeigt Colin Farrell in Höchstform.

The Dark Knight
Nolan macht da weiter, wo er in Batman Begins aufgehört hat. Blockbusterkino mit politischem Subtext, das zeigt, wie Unterhaltung und Anspruch Hand in Hand gehen können. Wen das noch nicht überzeugt, dem reichen vielleicht zwei Worte: Heath Ledger.

Gomorrha
Ein Mafiafilm, der mit allen Klischees bricht. Gomorrha nähert sich mit einem distanzierten, fast schon nüchternen Blick dem Krebsgeschwür der organisierten Kriminalität und ist gerade deshalb so effektiv und schockierend.

No Country for Old Men
Nihilismus at its best! Der Oscar-Abräumer 2008 schickt den Zuschauer auf eine düstere Odyssee, an dessen Ende ein großes, schwarzes Loch alles verschlingt. Erbarmungsloses Kino der Coen-Brüder.

Once
Ein Musical, das viele Vorurteile über Musicals ad absurdum führt. Diese kleine irische Festivalüberraschung punktet mit Authentizität und Intimität. Die Songwriter-Popsongs gehen dazu direkt ins Herz, wo sie wie der gesamte Film noch lange nachwirken.

Paranoid Park
Amerikanische Jugendkultur (hier: die Skater-Szene) fängt niemand so elegant wie Gus Van Sant ein. Seine stilvoll fotografierte Arbeit versucht sich an einer filmischen Rekonstruktion der Adoleszenz – mit Erfolg.

Schmetterling und Taucherglocke
Erschütternd, bewegend, hoffnungsvoll. Julian Schnabels Porträt der letzten Wochen im Leben des Modejournalisten Jean-Dominique Bauby lässt einen tief bewegt zurück. Die großartige Kamera von Janusz Kaminski ist der heimliche Star des Films.

So finster die Nacht
Dieser schwedische Vertreter des Vampir-Genres liefert die überzeugendste Coming-of-Age-Story des Jahres. Mit zwei herausragenden Jungdarstellern und einem besonderen Gespür für kindliche Befindlichkeiten erobert diese Romanverfilmung das Herz des Zuschauers.

Sweeney Todd
Tim Burtons Kino-Adaption des düsteren Rache-Musicals von Stephen Sondheim ist ein Fest für die Sinne. Verschwenderisch ausgestattet und mit einer Auswahl äußerst eingängiger Songs entpuppt sich Sweeney Todd als Antithese zum verkitschten Musical-Genre.

Wall-e
Keine Jahrescharts ohne ein neues Pixar-Abenteuer! Die Geschichte um den kleinen Müllsammler Wall-e bietet revolutionäre Animationen und magische Momente en masse!

Weitere Highlights 2008: Bank Job, Michael Clayton, Lars und die Frauen, Tödliche Entscheidung, Leg Dich nicht mit Zohan an, 13 Tzameti, [Rec], Im Winter ein Jahr, Burn after Reading und Juno.

14 Comments:

Blogger Rajko Burchardt said...

Nicht schlecht, fünf deiner Filme finden sich auch in meiner Top10 - neuer Rekord. ;)

Dezember 25, 2008 2:22 nachm.  
OpenID khitos said...

Sehr schöne Liste, von der ich auch einige in meiner Top 10 hab ;)
Leider hab ich So finster die Nacht total übersehen und Gomorrah. Naja, wenigstesn Once ;)

Dezember 25, 2008 2:42 nachm.  
Blogger Marcus kleine Filmseite said...

@ rajko

lass mich raten: TDK gehört nicht dazu? ;)

@ khitos

"So finster die Nacht" ist ja soeben erst angelaufen. also nachholen, zack zack!

Dezember 25, 2008 2:55 nachm.  
Blogger Flo Lieb said...

Drei Filme schaffen es wahrscheinlich auch bei mir in die Finalrunde. Zu THE DARK KNIGHT als besten Film des Jahres kann ich jedoch nicht zustimmen.

Dezember 26, 2008 1:17 vorm.  
Blogger Takdir said...

ich stimme ihre Liste, In Bruges und TDK gehoert zu den besten, wie is aber bei Gran Torino und Frost/Nixon?

Dezember 26, 2008 8:22 vorm.  
Blogger Marcus kleine Filmseite said...

@ flo

dass TDK der beste film des jahres ist, hab ich ja nicht behauptet (aber auch nicht verneint). finde es schwierig "den" besten zu küren, deshalb beschränke ich mich auf eine top10.

@ takdir

habe beide filme gesehen. diese könnten sich aber bestenfalls in den jahrescharts 2009 platzieren. ich gehe da nach dem start-datum.

Dezember 26, 2008 11:56 vorm.  
Blogger Flo Lieb said...

Ich hab das einfach mal daraus geschlossen, da außer dem "++++"-DARK KNIGHT der Rest "+++1/2" erhalten hat ;-)

Dezember 26, 2008 4:10 nachm.  
Blogger Marcus kleine Filmseite said...

hmm, Dir kann man ja auch nichts vormachen ;)

Dezember 26, 2008 7:06 nachm.  
Blogger spidy said...

Über Paranoid Park komme ich ja nicht hinweg, so ein Film hat nichts in einer besten Liste zusuchen. Mich wider dieser Film an.

Dezember 28, 2008 6:49 nachm.  
Anonymous Jens said...

Da hast du mir richtig Angst gemacht. Erwähnst den besten Film des Jahres erst ganz zum Schluss. Sehe aber einige Gemeinsamkeiten mit meinen Liebllingsfilmen des Jahres. Nur was alle an Once und Goomorrrha so toll finden kann ich einfach nicht nachvollziehen.

Dezember 28, 2008 11:12 nachm.  
Blogger Marcus kleine Filmseite said...

@ spidy

warum so harsch? ich fand van sants "elephant" so prätentiös und leer, da hat mich "paranoid park" echt von den socken gehauen, salopp gesagt.

@ jens

sollte man sich dem charme von "Once" wirklich entziehen können? ;)

Dezember 29, 2008 12:12 vorm.  
Anonymous spidy said...

@marcus: Weil ich find Paranoid Park hat nichts was ein guten Film ausmacht, eigentlich bin ich ja immer noch den Mainstream-Filmen von van Sant enttäuscht undfinde diese Scheiße und seine Independentfilme fand ich meistens gelungen, aber bei PP ist es ganz anderes, dafür gehört Milk - der erste Mainstream-Film von van Sant den ich richtig gut finde - zu den besten Filmen in 2008. In PP erzählt mir van Sant nichts neues, es ist irgendwie ein Abklatsch von Elephant, mochte den Hauptdarsteller auch nicht wie gesagt, ich kann nicht wirklich viel positives an PP finden.

Dezember 29, 2008 6:52 nachm.  
Blogger Marcus kleine Filmseite said...

zumindest was MILK angeht, scheinen wir das wohl ähnlich zu sehen. der hat m.E. die höchstwertung verdient!

Dezember 29, 2008 8:05 nachm.  
Anonymous Jens said...

@marcus:
Das ist gar nicht so schwer. Dazu müssen einen nur die auf Dauer nervigen Gesangseinlagen stören. Dann entdeckt man nämlich auch die Banalität der Story.
Aber der Auftakt hat durchaus einen gewissen Charme und Humor.

Dezember 31, 2008 3:52 nachm.  

Kommentar veröffentlichen

<< Home